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Erklärung der Technischen Daten von Bodenbelägen

Erklärung der Technischen Daten von Bodenbelägen

Während man die Optik eines Bodens sofort erkennen kann, muss für einen Blick auf die Eigenschaften des Bodens häufig auf das Technische Datenblatt des Herstellers zurückgegriffen werden. Auch wir stellen üblicherweise immer das Datenblatt in unseren Angeboten zum Herunterladen zur Verfügung. Doch nicht für jeden sind Wörter wie „Nutzschicht“ oder „Lichtechtheit“ einen Begriff. Wir gehen mit Ihnen den üblichen Inhalt eines Technischen Datenblattes durch und erklären Ihnen hier Schritt für Schritt die Bedeutung der einzelnen Merkmale und was das für Sie bedeutet.

So können Datenblätter aussehen:

Zwei Technische Datenblätter von PVC Bodenbelägen

Gesamtdicke/Gesamtstärke:
Die Gesamtdicke, in manchen Datenblättern auch Gesamtstärke genannt, beschreibt, wie dick der Bodenbelag insgesamt ist. Sie können dadurch planen wie hoch der Boden insgesamt sein darf, um etwa das Abschleifen Ihrer Türen zu vermeiden. Außerdem gilt bei Laminat üblicherweise, dass das Laminat stabiler ist, je dicker es ist.

Nutzschicht:
Die Nutzschicht ist der Teil des Bodens, der tatsächlich belaufen und strapaziert wird. Je dicker die Nutzschicht ist, desto belastbarer ist der Boden. Eine Nutzschicht von 0,3 mm ist bestens für einen gewöhnlichen Wohnraum geeignet. Eine 0,5 mm Nutzschicht ist bereits deutlich strapazierfähiger und kann auch in Küche und Flur eingesetzt werden. Eine Nutzschicht von 0,7 mm ist bereits belastbar genug für Büroräume. Wir empfehlen, die Nutzschicht immer in Kombination mit der Nutzungsklasse des Bodens zu betrachten, um die Widerstandsfähigkeit eines Bodens in Erfahrung zu bringen.

Nutzungsklasse oder europäische Klassifizierung:

Hier findet sich neben der Nutzschicht die einfachste Möglichkeit, um zu bestimmen, wie strapazierfähig der Bodenbelag ist. Es wird dargestellt, ob der Boden im Privaten, Gewerblichen oder Industriellen Bereich eingesetzt werden kann. Eine detaillierte Beschreibung der Nutzungsklassen inklusive herunterladbarer Grafik haben wir in folgendem Artikel gegeben: Was bedeuten die Nutzungsklassen bei Bodenbelägen

Flächengewicht/Totalgewicht:

Beschreibt das Gewicht des Bodens pro m². Ein Boden mit 8.500 g/m² und einem Paketinhalt von 2,20 m² wiegt also 18,70 kg. Beispielsweise können Sie damit einschätzen, ob Sie die gewünschte Menge des Bodens transportieren können.

Brandverhalten:

Hier findet sich die Brandschutzklasse des Bodens, also wie sich dieser bei einem Brand verhalten wird. Am häufigsten anzutreffen sind die Klassen „Bfl-s1“ oder „Cfl-s1“ gemäß der europäischen Klasse EN 13501-1 oder „B1“ nach DIN 4102 /B1. Diese Klassen zeigen an, dass der mit Bfl-s1 oder Cfl-s1 zertifizierte Boden schwerentflammbar ist und es im Falle eines Brands nur zu geringer oder keiner Rauchentwicklung kommt. Das ist besonders wichtig für Messebauer oder öffentliche Einrichtungen.

Rutschsicherheit oder Rutschhemmung:

Gezeigt wird hier, wie rutschig der Bodenbelag ist. Auch hier wird oft die europäische Zertifizierung EN 13893 oder die deutsche DIN 51130 hergenommen. Benutzt wird das, um festzustellen, ob ein sicheres Begehen für den Einsatzbereich gewährleistet werden kann. Eine Rutschhemmungsklasse von R10 ist zum Beispiel passend für den Wohnbereich, den Arbeitsbereich oder etwa das Bad.

Aufladungsspannung:

Das beschreibt, ob ein Bodenbelag sich durch Reibung elektrostatisch auflädt. Wird gemäß der europäischen Klasse EN 1815 ein Wert von <2 kv angegeben, gilt der Boden als antistatisch. Es kommt durch das reiben von unterschiedlichen Materialien, also nicht zu einer elektrostatischen Aufladung.

Trittschallverbesserungsmaß:

Hier wird dargestellt, um wie weit sich der Trittschall durch den Boden verringert. Dabei handelt es sich um Geräusche, die etwa durch Gehen im Raum erzeugt werden und in darunterliegenden oder in angrenzenden Räumen übertragen wird. Je höher dieser Wert, desto ruhiger der Boden.

Chemikalieneinwirkung oder Haushaltschemikalienbeständigkeit:

Dargestellt wird hier, wie beständig der Boden vor Chemikalien ist. Also ob zu befürchten ist, dass Flecken oder Ähnliches durch die Zufuhr von etwa Reinigungsmitteln entstehen und sich der Boden dadurch dauerhaft verfärben könnte.

Fußbodenheizung-Warmwasser oder Fußbodenheizungsgeeignet:

Einer der leichter zu verstehenden Merkmale auf dem Technischen Datenblatt. Gibt an, ob ein Boden für Fußbodenheizungen geeignet ist und wie stark sich die Fußbodenheizung erwärmen darf.

Lichtechtheit:

Durch Lichteinwirkung, unwichtig, ob diese direkt oder indirekt erfolgt, können die Farben des Bodens ausbleichen. Die Lichtechtheit zeigt, wie resistent der Boden gegenüber Lichteinwirkung ist. Die Skala gemäß ISO 105-B02 beginnt bei „1 =sehr gering“ und endet bei „8=hervorragend“. Je höher dieser Wert, desto widerstandsfähiger sind die Farben gegenüber dem Ausbleichen durch Licht.

Wärmedurchlasswiderstand:

Auch hier geht es wieder um die Fußbodenheizung. Bei diesem Wert ist abzuleiten, wie schnell sich der Boden bei einer darunterliegenden Fußbodenheizung erwärmt. Je niedriger dieser Wert ist, desto schneller wird der Boden warm. Bei einem Bodenbelag, der sich besonders schnell erwärmt, wird weniger Energie für das Aufheizen verbraucht.

Phthalatgehalt:

Phthalate sind Weichmacher, die als gesundheitlich bedenklich eingestuft werden. Gibt der Hersteller an, dass der Boden phthalatfrei ist, wurden bei der Herstellung keine phthalathaltigen Weichmacher eingesetzt. Solche Angaben sind oft bei Kunststoffhaltigen Böden anzutreffen, wie dem PVC Bodenbelag.

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